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Notizen der Geschäftsführung

Notizen der Geschäftsführung

Berlin 12.07.2017

 

Liebe Mitglieder,

die Zeit rast und schon stehen wir kurz vor der Sommerpause. Bevor nun auch die Geschäftsstelle des BFS vom 17. bis 31. Juli 2017 in den wohlverdienten Urlaub geht, hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Entwicklungen seit der Jahreshauptversammlung.

Ich freue mich wie immer über Fragen, Kritik oder neue Ideen!

 

1.    Verhandlungen von Vergütungsregeln

BRANCHENLÖSUNG

Wie Ihr ja wisst verhandeln wir seit nunmehr 1 ½ Jahren mit der ARD, Degeto und der Produzentenallianz über die Folgevergütungen nach §§ 32,32a, die allen Filmeditoren als Urheber für die Nutzung ihrer Werke durch die Sender und Produzenten zustehen. Da wir mit insgesamt 11 anderen Gewerke gemeinsam verhandeln, ist es manchmal nicht ganz leicht, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen und gegenüber der ARD konkrete Forderungen aufzustellen, die für alle beteiligten Verbände Sinn machen. Derzeit ist es noch so, dass die AG DOK, die Filmkomponisten und die Kollegen vom Ton keinerlei vertragliche Regelungen für ihre Leistungen haben, also keinerlei Mindestgagen oder sonstige Richtwerte. Da die Folgevergütungen jedoch auf einer Erstvergütung für die Leistung aufbauen, mussten wir zunächst klären, welche Honorare denn für die Autoren und Regisseure von Dokumentationen, die Komponisten und für verschiedene Tongewerke angemessen sind. Wir als Filmeditoren können hier bei der Mindesttarifgage des TV FFS ansetzen und dann sagen, dass 30% oder 40% mehr aus unserer Sicht angemessene Vergütungen im Sinne des Urheberrechts sind – aber so weit sind wir noch gar nicht……

Ihr macht Euch keine Vorstellungen wie kompliziert das Prozedere bei bis zu 25 Teilnehmern in einer Verhandlungsrunde ist….. Nun denn, am 23. August 2017 wird erstmals eine kleine Gruppe von Vertretern der großen Runde, zu der ich auch gehöre, antreten, um konkrete Forderungen in Eurem Namen zu stellen.  So wie wir hier ein Vergütungsmodell erarbeitet haben, werde ich es in dem internen Bereich online stellen und Euch informieren – vielleicht hat ja jemand Lust und Zeit, sich mit diesem sehr komplexen Thema zu beschäftigen.

PRO SIEBEN SAT1

Wir haben in unserem ersten Sondierungstermin im April 2017 sehr schnell klären können, dass die Filmeditoren als anerkannte Regelurheber auch Anspruchsberechtigte für die Folgevergütungen nach §§ 32, 32a sind. In der nächsten Sitzung am 20. September 2017 wird es darum gehen, wie hoch der Anspruch der Filmeditoren im Verhältnis zu dem Anspruch der Kameramänner und – frauen ist. Wir sehen uns hier mindestens auf Augenhöhe und sammeln derzeit Argumente für die Gleichstellung der beiden Gewerke. Falls Ihr auch Ansätze, Ideen oder Artikel  habt, die uns weiterhelfen, wäre es klasse, wenn Ihr uns hierbei wieder so großartig unterstützt wie bei der O-Ton-Aktion der Regisseure, die auch in die Verhandlungen einfließen werden.

 

2.    Filmschaffende

In den vergangenen Monaten sind neben dem BFS auch der Berufsverband für Szenen- und Kostümbild (VSK), der Verband der Deutschen Tonmeister (VDT) und der Verband der Fernsehkameraleute (BVFK) ausgetreten. Der Dachverband wird zwar mit den verbleibenden Gewerken fortbestehen, dies jedoch in sehr enger Anbindung an die UFIS, den Zusammenschluss der Schauspieler und Synchronschauspieler. Nach unserem Eindruck erfolgt hier eine Art Übernahmen durch die UFIS, was wir auch schon befürchtet hatten.

Die Filmschaffenden haben in der letzten Mitgliederversammlung zudem angekündigt, noch weitere Forderungen an die ausgetretenen Verbänden zu stellen. Sie meinen nun, dass die Beiträge der Filmschaffenden Jahresbeiträge sind und wir den gesamten Jahresbeitrag zahlen müssen, auch wenn wir bereits im Mai 2017 aus dem Dachverband ausgeschieden sind. Wir sind über diese Vorgehensweise der im Verband verbleibenden Berufsverbände sehr überrascht und auch ein wenig empört – denn faires Verhalten sieht anders aus. Jetzt warten wir erst einmal auf eine entsprechende Rechnung, gegen die wir uns dann gemeinsam mit den anderen ausgetretenen Verbänden zur Wehr setzen werden.

 

3.    Rechtsschutzversicherung

Da sich bislang leider nur 30 Mitglieder für die Rechtsschutzversicherungen interessieren und die Allianz von einer Mindestteilnehmerzahl von 50 Versicherungsnehmern ausgegangen ist, hat sich der Vorstand der Allianz vorbehalten, bis Ende Juli 2017 darüber zu entscheiden, ob sie uns den Rahmenvertrag auch in geringerem Umfang anbieten.

 

4.    Haftpflichtversicherung

Parallel habe ich bei der Allianz ein Angebot für die selbständigen Filmeditoren eingeholt, die einen eigenen Schnittplatz haben und sich versichern lassen wollen. Das Angebot mit einem Jahresbeitrag von € 140,00 liegt mir jetzt vor und kann von Euch jederzeit bei mir angefragt werden. Falls auch die Editoren ein Interesse an einer Haftpflichtversicherung haben, die an fremden Schnittplätzen arbeiten, kann ich hier auch gerne noch einmal nachfragen. Bitte meldet Euch.

 

5.    Nennungsverpflichtungen

Immer häufiger verweigern Sender bei der Nennung im Vor- und Abspann das BFS-Kürzel. Leider habe ich erfahren, dass das ZDF ausnahmslos die Nennung von Berufsverbänden und Gewerkschaften ablehnt, während wir die Landesrundfunkanstalten jetzt einmal nach und nach anschreiben und auffordern werden, die Nennung zu erlauben und vor allem auch die Filmeditoren in ihren Publikationen neben Regie und Kamera namentlich zu erwähnen.

 

6.    Verhandlungstraining auf Tour

Das Verhandlungstraining für Editoren findet am 15. September in München, am 21. September in Köln und im Oktober in Hamburg statt. Genauere Infos erhaltet Ihr als Rundschreiben

Viele Grüße und Euch allen eine schöne Woche

Silke