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Meldungen

Experimentelles Fernsehen der 1960er und 70er Jahre Ausstellung vom 19. Mai bis 24. Juli 2011

Komponisten, Theaterregisseure und andere Künstler haben in den 1960er und 70er Jahren das Fernsehen als Ort des Experimentierens entdeckt. Unter Auslotung aller technischen und künstlerischen Möglichkeiten des Mediums entwickelten sie neue Gestaltungsformen und provozierten damit die Sehgewohnheiten der Zuschauer.

24.04.2011

Selbst große Theatermacher wie Peter Zadek (ROTMORD, DER POTT) nutzten das längst zum Massenmedium gewordene Fernsehen, um neue Erzählformen zu finden. Dank Bluebox-Verfahren, Stanztechniken und Negativbildern entstand eine ungewöhnliche, expressive Bildsprache, die wesentlich von der Pop Art beeinflusst war. Damit verbunden sind besonders die Regisseure Bob Rooyens (DUSTY SPRINGFIELD SHOW) und Jean-Christophe Averty (IDEA). Der Komponist Mauricio Kagel entwickelte im Medium Fernsehen visuelle Kompositionen und fantasievolle Collagetechniken (ANTITHESE, MATCH). Auf ein anderes Experiment ließ sich Gerry Schum ein: Mit den „Fernsehausstellungen“ LAND ART und IDENTIFICATIONS schuf er eine neue Präsentationsplattform neben dem Museum, wo er Kunstwerke ohne Kommentar auf dem Fernsehbildschirm ausstellte. Samuel Beckett setzte sich mit den ästhetischen und dramaturgischen Möglichkeiten des Fernsehens auseinander: Er entwickelte eine „poetische Bildsprache“, mit der er sich immer weiter von dem wortreichen Medium entfernte.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt der Werke aus der experimentierfreudigsten Zeit des deutschen Fernsehens.

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