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Meldungen

Connexx meldet: Unbehagen über Abstimmungsverfahren beim Deutschen Filmpreis

Ein kleiner Personenkreis kann mit hohen Bewertungen für einen Außenseiter, der von vielen anderen gar nicht benotet wird das Ergebnis verfälschen, so die Connexx Meldung

13.05.2011

Sichtbar wurde in diesem Jahr ein allgemeines Unbehagen über ein Verfahren, dass immer komplizierter wird. Völlig überraschend hatte es „Der große Traum des Konrad Koch“ unter die sechs Jahrgangsbesten geschafft. Für den Film zog Produzent Anatol Nitsche eine so genannte Wildcard, die erstmals in der Geschichte der Preisverleihungen durch die Filmakademie stach. Die Wildcards wurden eingerichtet, damit Produzenten ihren Film nachreichen können, der nicht unter den 20 Titeln ist, die von der Vorauswahl-Kommission Spielfilm ausgewählt wurden. Alleine in diesem Jahr gingen elf Produzenten diesen Weg, auch im Vorjahr war es ein gutes Dutzend.
Das neue Abstimmungsverfahren soll „zu genauerem Nachdenken und präziseren Gewichten der einzelnen Filme führen“, wie Akademie Präsidentin Iris Berben begründete. Für jeden Film wird jetzt eine Bewertung in fünf Stufen vergeben und gewertet werden alle Filme, die von mindestens 10% der abstimmungsberechtigten Akademiemitglieder bewertet wurden. Gewonnen hat der Film, der den besten Durchschnitt erreicht. So sollen auch kleinere Filme eine Chance erhalten, die von weniger Akademiemitgliedern gesehen wurden. Was in diesem Jahr allerdings nicht auf ging – die wenigen engagierten Autorenfilme wie „Renn wenn du kannst“, die es zumindest auf die Liste der Vornominierungen geschafft haben, gingen leer aus. Das Verfahren hat jedoch einen Pferdefuß. Er ist anfällig für Manipulationen. Ein kleiner Personenkreis kann mit hohen Bewertungen für einen Außenseiter, der von vielen anderen gar nicht benotet wird, da sie schon genug mit dem Sichten der anderen Titel beschäftigt sind, das Ergebnis verfälschen.

mehr Infos unter: www.connexx-av.de