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Meldungen

Aktion AUF AUGENHÖHE am 1.6.2016 vor dem Reichstag

Berlin 02.06.2016

 

Mit dabei waren Schauspielerinnen wie Ursula Monn und Mo Asumang, der Regisseur und Drehbuchautor – und Grimmepreisträger - Stephan Wagner und viele andere mehr.

 

Im Auftrag aller Mitglieder der Initiative Urheberrecht, zu denen neben 34 Verbänden und Gewerkschaften auch der BFS gehört, wurde im unmittelbaren Anschluss an die Aktion folgendes Schreiben an die Bundestagsabgeordneten versandt:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete, UrheberInnen und KünstlerInnen, darunter SchauspielerInnen und RegisseurInnen, DesignerInnen, JournalistInnen, DrehbuchautorInnen, IllustratorInnen, SchriftstellerInnen, haben sich heute mit der Aktion „Auf Augenhöhe“ vor dem Reichstag an Sie gewandt und gefordert, das Urhebervertragsrecht ihrem Sinne zu gestalten, d.h. den Regierungsentwurf urheberfreundlich zu modifizieren, um den Anspruch des Koalitionsvertrags gerecht zu werden.

Sie stiegen dazu auf Leitern, die sie „endlich auf Augenhöhe“ mit den Verwertern bringen sollten, und hielten Schilder mit der Aufschrift „Augenhöhe! Urheber stärken, nicht schwächen“ in die Höhe.

Der Koalitionsvertrag versprach: „Um die Position des Urhebers zu verbessern und Kreativen eine angemessene Vergütung zu ermöglichen, bedarf es einer Überarbeitung des Urhebervertragsrechts.“ Der vorliegende Regierungsentwurf enthält – im Gegensatz zum Referentenentwurf – aber so gut wie keine Regelung um endlich diese Augenhöhe herzustellen. So sehr die angeführten Reformziele die richtigen sind, so wenig taugen die Vorschläge, um sie zu erreichen. Sie sind halbherzig oder bedienen erneut zuerst die Interessen der Verwerter. Einige der vorgeschlagenen Regelungen bedeuten sogar einen Rückschritt. Sollten sie Gesetz werden, würden sie die Situation der UrheberInnen im Vergleich zur bestehenden Rechtslage sogar verschlechtern. Pim G. Richter, TATORT-Drehbuchautor, sagte zum Urhebervertragsrecht: „Der jetzt vorgelegte Regierungsentwurf ist eine Mogelpackung, er schert sich keinen Deut um unsere berufliche Wirklichkeit, sie wird – sicher nicht ohne Absicht – ignoriert.“ Und Grimme-Preisträger Stephan Wagner ergänzte: „Herausgekommen ist eine in der Mitte vertikal aufgesägte Badewanne. Diese Novelle ist Pfusch am Geist des Urheberrechts.

Die UrheberInnen und KünstlerInnen