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PM Schlichtungsergebnis Kino BVK/Constantin

Schlichtungsstelle legt Einigungsvorschlag über Beteiligung von Kameraleuten an Erträgen aus Kinofilmen vor

11.01.2013

München, 08.01.2013

Die vom OLG München durch Beschluss vom 15.06.2011 eingerichtete Schlichtungsstelle (siehe PM vom 22.06.2011) hat der Constantin Film Produktion GmbH und dem BVK - Berufsverband Kinematografie einen begründeten Einigungsvorschlag zur Beteiligung von Kameraleuten an den Erträgen aus der Verwertung von Kinofilmen vorgelegt. Beide Parteien können dem Vorschlag innerhalb der vom Gesetz vorgegebenen Frist noch widersprechen.

Der Bildgestalter (Kameramann/-frau) soll nach dem Einigungsvorschlag in der Phase der Rückzahlung von Darlehen der Filmförderungen (also nach Rückführung von Eigenkapital, Fremdkrediten und Rückstellungen zur Realisation eines Filmes) mit 0,85% an allen Erträgnissen des Produzenten aus der Verwertung der Produktion beteiligt werden. Hierbei soll allerdings ein 5%-Korridor aus dem Budget als Risikoabgeltung und Leistungsgratifikation für den Produzenten beteiligungsfrei bleiben. Der BVK versteht diesen Korridor als gezielte Förderung der Kinofilmproduktion.

Nach Rückzahlung der Darlehen von Filmförderungen sollen die Kameraleute mit 1,6% an allen weiteren Erträgen des Produzenten aus der Verwertung der Produktion beteiligt werden.

Der BVK-Vorstand teilt in einer ersten Stellungnahme mit, daß man den Einigungsvorschlag nun sorgfältig prüfen werde. Unter Vermittlung des Präsidenten des Landgerichts Landshut, der als Vorsitzender Schlichter die Bemühungen um Konsensfindung vorantrieb, hatten die von den Parteien bestellten Beisitzer seit Frühjahr 2012 die komplexe Materie in vier Terminen diskutiert. Nunmehr ist für den Bereich Kinofilm bundesweit erstmals eine konkrete Ertragsbeteiligung für Kameraleute vorgeschlagen.

Der Geschäftsführer des BVK, Dr. Michael Neubauer, wertet den Einigungsvorschlag als „schmerzlich niedriges, aber immerhin konkretes Ergebnis“. Mit der Gewerkschaft ver.di, welche sich seit vielen Jahren um einen Tarifvertrag zur Beteiligung der im Filmbereich Kreativen an den Nutzungserträgen bemüht, habe der Berufsverband „auf Grund völlig verschiedener Mentalität und Herangehensweise“ nicht gemeinsam verhandeln können.

Der vorliegende Einigungsvorschlag stellt einen Einstieg in die gesetzlich gebotene Umsetzung urheberrechtlicher Ertragsbeteiligungen für Kameraleute im Bereich Kinofilm dar.

Kontakt / Auskünfte: 

Dr. Michael Neubauer, Geschäftsführung BVK
Berufsverband Kinematografie e.V., Baumkirchner Straße 19, 80673 München

Tel: 089-34019194 oder 0173-3413123               
E-Mail: neub(at)kinematografie.org