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Gespräche mit FilmeditorInnenTermine des BFS

ungeSCHNITTen

Die Eigenheiten des Drehmaterials als Impulsgeber für die Montage

Berlin 24.05.16 bis 24.05.16 18:00 Uhr

 

 

zu Gast: BARBARA GIES

im Gespräch mit Nicola Undritz

Di. 24. Mai 2016

im Kino der dffb, Filmhaus am Potsdamer Platz 2, 9. OG 

Eintritt 5,- € (für Mitglieder des BFS, Angehörige der dffb und Filmstudenten frei) 

 

18 Uhr Filmsichtung: KEINE LIEDER ÜBER LIEBE von Lars Kraume, D 2004, 98 min

20 Uhr Gespräch

 

KEINE LIEDER ÜBER LIEBE war die erste Zusammenarbeit von Barbara Gies mit Lars Kraume, dessen Filme sie seither alle montiert hat – so auch seinen jüngsten, vielfach preisgekrönten Kinofilm DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER.

 

Die Filme könnten von der Machart unterschiedlicher kaum sein. KEINE LIEDER ÜBER LIEBE ist ein rauer, über weite Strecken improvisierter Film, mit Handkamera in dokumentarischem Stil gedreht, während DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER in eher klassischen Bildern eine – nicht alltägliche – Biografie im Nachkriegsdeutschland der 50er Jahre erzählt. So waren auch die Herausforderungen der Montage recht unterschiedlich, trotzdem ist die Intensität und die Nähe zu den Figuren in beiden Filmen ähnlich hoch.

 

Wir wollen die Besonderheiten der Arbeitsweise an beiden Filmen gegenüberstellen und der Frage nachgehen, wie man im Schneideraum die Eigenheiten des inszenierten Materials fördert. Wir empfehlen, sich DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER vorher anzusehen – während des Gespräches werden Ausschnitte gezeigt.

 

Barbara Gies arbeitet seit 1989 als Editorin, zunächst im Werbebereich, seit Mitte der 90er-Jahre auch im Dokumentar- und Spielfilmbereich. Die von ihr montierten Filme wurden unter anderem mit einem Grimmepreis und einem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Mit Nominierungen für den Grimme-Spezialpreis „Schnitt und Kamerateam“ 2008 für Folgen der Serie KDD – KRIMINALDAUERDIENST und für den Deutschen Kamerapreis 2006 in der Kategorie Schnitt für KEINE LIEDER ÜBER LIEBE wurde speziell auch ihre Montagearbeit gewürdigt.

 

Filmografie Barbara Gies (Auswahl)

2015 – Der Staat gegen Fritz Bauer (Regie: Lars Kraume)

2011 – Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule (Regie: L. Schmid und R. Schilling)

2006 – Guten Morgen Herr Grothe (Regie: Lars Kraume)

2004 – Keine Lieder über Liebe (Regie: Lars Kraume)

2001 – Baader (Regie: Christopher Roth)

1999 – Liebesluder (Regie: Detlev Buck)

 

DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER ist ein Kinospielfilm aus dem Jahr  2015, der auf wahren Begebenheiten beruht und im West-Deutschland der 50er-Jahre spielt. Staatsanwalt Fritz Bauer setzt gegen behördliche und gesellschaftliche Widerstände die Verfolgung und Festnahme Adolf Eichmanns durch. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Publikumspreis in Locarno 2015 und dem Hessischen Filmpreis in der Kategorie „Bester Film“.

Mit Burkhart Klaußner, Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg, Jörg Schüttauf u.a.

 

KEINE LIEDER ÜBER LIEBE handelt von Tobias, der als angehender Regisseur plant, einen Dokumentarfilm über seinen Bruder Markus und dessen Band Hansen zu drehen.

Im Hinterkopf beschäftigt ihn jedoch, dass sein Bruder und seine Freundin Ellen etwas miteinander gehabt haben könnten. Der Film ist ohne festes Drehbuch entstanden. Sowohl die Handlung als auch die Charaktere entwickelten sich während des Drehs aufgrund der realen Gefühle aller Beteiligten. Um diesen Effekt wahrheitsgetreu zur Geltung kommen zu lassen, durften die Schauspieler nur vor laufender Kamera zusammen sein und während der Drehpause nicht miteinander sprechen.

Mit Florian Lukas, Heike Makatsch, Jürgen Vogel u.a.

 

Nicola Undritz schneidet seit vielen Jahren Filme, in letzter Zeit überwiegend Fernsehspiele, war mehrere Jahre Vorstandsmitglied des BFS und führt im Wechsel mit Anne Fabini die ungeSCHNITTen-Gespräche